Hafensprint 2007
Von Anke Hoffmeister
Ruderregatta lockt 175 Sportler aus vier Bundesländern nach Tangermünde
Sprints im Wasser und Feststimmung an Land
175 Sportler von 15 Vereinen aus vier Bundesländern kämpften am Sonnabend im Tangermünder Hafenbecken um Pokale und Urkunden. Der Tangermünder Hafensprint hat damit abermals die Zahlen des vergangenen Jahres überboten. Die Regatta hat sich einen Namen gemacht, in der Liste der jährlichen Wettkämpfe ihren Rang erobert.
Tangermünde. Ein Blick in den Himmel am Sonnabendmorgen verriet nur Gutes. Der Himmel ist blau und mit kleinen weißen Wolken geschmückt. Das kann nur ein schöner Tag werden.
Für die 175 Ruderer aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Niedersachsen, die an diesem Tag im Tangermünder Hafen an den Start gehen, ist das Wetter genau richtig. Hin und wieder ziehen ein paar Wolken vorüber. Die Sonne brennt nicht erbarmungslos auf die Erde nieder. Es bleibt trocken. Der Wind fegt nur sanft über das Wasser. Beste Voraussetzung für den jährlichen Höhepunkt im Vereinsleben des Tangermünder Ruderclubs ( TRC ). Etwa 40 Mitglieder haben den Tag vorbereitet. Einige von ihnen sind außerdem Teilnehmer der Regatta.
Für Anfänger wie Marvin Weber aus dem Bernburger Ruderclub sind das ideale Bedingungen. Der junge Ruderer geht mit drei anderen Sportlern in seiner Altersklasse als erster ins Rennen, schlägt sich tapfer und belegt den zweiten Platz. Noch für viele andere bringt dieser Tag tolle Zeiten, Blumen, Urkunden und viele Gratulationen.
Während die Mädchen und Jungen vom Tangerwehr aus in Richtung Hafenspitze starten – im Fünf-Minuten-Takt werden die Boote ins Rennen geschickt – tummeln sich an der Hafenkante Trainer, Eltern und viele Besucher. Sie verfolgen das Spektakel im Wasser, feuern lautstark ihre Teamkollegen an, schauen auf die Uhren oder genießen die Geselligkeit bei Kaffee, Kuchen oder Gegrilltem.
Während sich die einen hier so richtig verwöhnen lassen und das kulinarische Angebot genießen, halten sich die vielen Ruderer am Rande der Regatta fi t. Sie laufen sich warm, bereiten ihre Boote vor.
Ina Krüger versucht mit einem Hammer, zaghaft die Halterung der Skulls zu richten. An anderer Stelle werden die federleichten Einer schon wieder auf Hochglanz poliert und eingepackt. ” Das machen wir immer so “, verrät Paul Röber aus Brandenburg. Die Boote werden in jedem Verein wohl behütet.
Gut umsorgt sind während der Regatta auch alle Wassersportler. Ulrich Rebling vom TRC sichert jedes Rennen mit dem Motorboot des Vereins ab, fährt also dem letzten Wettkampfteilnehmer eines jeden Rennens hinterher. Zeitgleich sichern die DLRG-Ortsgruppe Tangermünde, die Feuerwehr Tangermünde, das THW und die Wasserschutzpolizei mit jeweils einem Boot das Rennen von verschiedenen Stellen im Hafen aus ab.
Bis in den späten Nachmittag herrscht im Hafen von Tangermünde ein sportliches Treiben. Während hier Anfänger und erfahrene Ruderer um beste Zeiten streiten, wird an Land geplaudert, geklatscht und auf das Rennen geachtet.
Der Kuchen, für den die Frauen des TRC gesorgt haben, ist schnell verkauft. Auch die Männer am Grill haben alle Hände voll zu tun, müssen für Nachschub sorgen, um den Hunger der Gäste zu stillen.


